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Was ist Neurofeedback?

Menschen können fast alles erlernen. Voraussetzung ist aber, dass eine Rückkopplung (= Feedback) zwischen dem Gewollten und dem Erreichten besteht. Wir könnten nicht Fahrrad fahren lernen, wenn wir eine Schräglage nicht spüren könnten. Die meisten Funktionen in unserem Körper und Geist werden automatisch gesteuert.

Eine Depression ist da oder nicht da, sie direkt beeinflussen ist nicht wirklich möglich. Hier kann nun Neurofeedback zum Einsatz kommen. Eine sehr direkte und gleichzeitig sehr einfache Methode, etwas über die Vorgänge im Gehirn zu erfahren, ist die Messung der Gehirnströme, des EEG (ElektroEnzephaloGramm).

Obwohl das Aufnehmen der millionstel-Volt grossen Gehirnsignale auf der Kopfoberfläche zu vergleichen ist mit einem Mikrophon, das man an der Aussenseite eines grossen Bürogebäudes anbringt, ist die Information, die man so erhält, ausreichend, um das Gehirn oder Teile davon in einen Neurofeedbackkreislauf zu bringen und zu trainieren.

Beispiel Aufmerksamkeit: Wer in der Schule nicht aufpasst, bekommt das früher oder später zu hören oder zu spüren. Leider immer viel zu spät. Im EEG können kurze Phasen der Unaufmersamkeit sofort detektiert und zurückgemeldet werden. Bis zu 2000 mal in einer Neurofeedback-Trainingssitzung. Über die Zeit soll das Gehirn lernen, den aufmerksamen Zustand zu halten.

Ziel des Neurofeedback-Trainings ist, dass das Gehirn lernt, einen angemessenen Zustand einzunehmen und diesen auch halten zu können.

àNeurofeedback soll die Selbstregulierungsfähigkeit des Gehirns verbessern

 

Wie sieht Neurofeedback praktisch aus?

Kernstück des Neurofeedback ist das Feedback. In der Regel werden intuitive Methoden verwendet, wie zum Beispiel ein Video, von dem man ganz automatisch möchte, dass es läuft. Ein Computer wertet die von einem hochempfindlichen Verstärker aufgenommenen Gehirnwellen aus und lässt das Video nur dann laufen, wenn die Gehirnwellen voreingestellte Kriterien erfüllen.

Z.B. Das Kind soll sich konzentrieren, schafft es dies, fliegt die Rakete auf dem Monitor schneller. à positives Feedback

 

 

Für was ist eine Neurofeedbackbehandlung gut?

Eine Neurofeedbackbehandlung kann bei einer Vielzahl von Störungen hilfreich sein. Dazu gehören u.a.:

  • Angststörungen
  • Aufmerksamkeitsstörungen (ADS/ADHS)
  • Autismus
  • Depression
  • Epilepsie
  • Migräne
  • Schlafstörungen

Speziell bei Kindern kann Neurofeedback auch günstig wirken auf verschiedene schlafbezogene Störungen wie:

  • Albträume
  • Bettnässen
  • Nachtschrecken
  • Schlafwandeln
  • Zähneknirschen

Es wird angenommen, dass vielen Störungen eine Fehlregulierung der Gehirnfunktion zugrunde liegt. Ziel einer Neurofeedbackbehandlung ist, das Gehirn zu trainieren, seine Funktion zu verbessern. Durch mehrmalige Wiederholung dieses Trainings soll sich die Gehirnfunktion dauerhaft umstellen und Symptome der zu behandelnden Störungen können vermindert oder vollständig zum Verschwinden gebracht werden. So berichten ehemalige Migräne Patienten, dass sie nach den (typisch) 15 Sitzungen jahrelang keine Migräne mehr bekommen haben. Diese Menschen werden jedoch eine Prädisposition für Migräne behalten. In wissenschaftlichen Studien konnte gezeigt werden, dass mit einer Neurofeedbackbehandlung von Aufmerksamkeitsstörungen (ADS/ADHS) vergleichbare Resultate erzielt werden können wie mit dem Medikament Methylphenidat, auch bekannt als Ritalin.

In den letzten Jahren wird viel in der Anwendung von Neurofeedback im ganzen Spektrum der psychischen Störungen geforscht, teilweise mit erstaunlichen Ergebnissen. Neben der eher medizinischen Anwendung wird Neurofeedback auch für Tiefentspannung und Meditation eingesetzt.  Bei alternden Menschen kann eine gute Gehirnfunktion idealerweise durch regelmäßiges Neurofeedbacktraining unterstützt werden. Fast jedes Gehirn, unabhängig davon in welchem Ausgangszustand es sich befindet, kann zu besserer Funktion trainiert werden.

Nebenwirkungen einer Neurofeedbacktherapie
Neurofeedbacktraining kann, wenn nicht korrekt durchgeführt, unerwünschte Nebenwirkungen haben wie solche im Zusammenhang mit unangepasster Aktivierung, also z.B. Erregtheit, Angstzustände, Benommenheit, Schlafstörungen, Depressionen oder epileptische Anfälle. Solche Effekte sollten von kurzer Dauer sein, es sei denn falsches Training wird über längere Zeit fortgesetzt. Falsches Training kann Symptome verstärken anstatt zu lindern. Eine Neurofeedbacktherapie sollte daher aussschließlich von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt werden.

 

Texte stammen von www.eeginfo.com